Crowdinvesting Vergleich – Plattformen und Projekte vergleichen
Bei Crowdinvesting finanzieren viele Anlegerinnen und Anleger gemeinsam ein Projekt, etwa aus den Bereichen Immobilien, erneuerbare Energien oder Unternehmensfinanzierung, über eine Online-Plattform. Vergleichen Sie unten verschiedene Plattformen – und lesen Sie unbedingt weiter unten, welche Risiken damit verbunden sind, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
- Plattformen im Vergleich
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Wichtiger Hinweis zum Risiko
Crowdinvesting ist eine unternehmerische Vermögensanlage, keine Bankeinlage. Es besteht das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Verlusts des eingesetzten Kapitals, und es greift keine gesetzliche Einlagensicherung wie bei Spar- oder Tagesgeldkonten. Informieren Sie sich vor einer Entscheidung gründlich über das jeweilige Projekt, den Anbieter und die genaue Ausgestaltung der Anlage.
Was ist Crowdinvesting und wie funktioniert es?
Beim Crowdinvesting sammelt eine Online-Plattform Kapital von einer Vielzahl privater Anlegerinnen und Anleger ein, um damit ein konkretes Projekt zu finanzieren – etwa den Bau oder Ankauf einer Immobilie, eine Photovoltaik- oder Windkraftanlage oder die Wachstumsfinanzierung eines Unternehmens. Als Gegenleistung wird meist eine Verzinsung oder Gewinnbeteiligung in Aussicht gestellt. Die Plattform selbst tritt dabei als Vermittlerin auf, nicht zwangsläufig als Vertragspartnerin für die Rückzahlung.
Was erwerbe ich beim Crowdinvesting eigentlich?
Ein häufiges Missverständnis: Wer in ein Immobilien- oder Energieprojekt investiert, wird dadurch nicht automatisch Eigentümer der Immobilie oder Anlage. Je nach Projekt kommen unterschiedliche Anlageformen zum Einsatz – etwa ein Nachrangdarlehen, eine Schuldverschreibung oder eine Beteiligung. Bei den in Deutschland verbreiteten Nachrangdarlehen erwerben Anlegerinnen und Anleger nach Einschätzung der Finanzaufsicht BaFin in der Regel keinen Sachwert, sondern eine schuldrechtliche Gläubigerposition – also einen vertraglichen Anspruch gegenüber dem Projektträger, der im Insolvenzfall zudem nachrangig gegenüber anderen Gläubigern behandelt wird. Welche konkrete Anlageform bei einem Projekt vorliegt, sollte immer den Vertragsunterlagen des jeweiligen Angebots entnommen werden.
Chancen und Risiken im Überblick
Bonitäts- & Emittentenrisiko
Die Rückzahlung hängt von der wirtschaftlichen Situation des Projektträgers ab, nicht von der Plattform selbst.
Totalverlustrisiko
Scheitert das Projekt oder wird der Emittent insolvent, kann das eingesetzte Kapital vollständig verloren gehen.
Keine Einlagensicherung
Anders als bei Bankguthaben greift bei Crowdinvesting keine gesetzliche Einlagensicherung.
Projekt- vs. Plattformrisiko
Auch eine seriöse, etablierte Plattform kann einzelne Projekte vermitteln, die scheitern – das eine sagt nichts Verbindliches über das andere aus.
Eingeschränkte Liquidität
Das investierte Kapital ist meist für die vereinbarte Laufzeit gebunden. Ob ein vorzeitiger Verkauf über einen Zweitmarkt möglich ist, hängt von der jeweiligen Plattform ab und ist nicht bei jedem Anbieter gegeben.
Feste Verzinsung ≠ sichere Rückzahlung
Eine im Vertrag genannte feste Verzinsung ist ein Versprechen, keine Garantie – sie hängt weiterhin vom wirtschaftlichen Erfolg des Projekts ab.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
- Anlageschwerpunkt: Immobilien, erneuerbare Energien oder Unternehmensfinanzierung – die Plattformen unterscheiden sich oft nach Branche.
- Mindestanlage: Die Einstiegssumme unterscheidet sich deutlich je nach Plattform und Projekt.
- Laufzeit: Projektlaufzeiten variieren spürbar – prüfen Sie, wie lange Ihr Kapital gebunden ist.
- Kosten für Anlegerinnen und Anleger: Bei vielen am Markt beobachteten Plattformen entstehen für Anleger keine direkten Gebühren, da sich die Plattform über den Projektträger finanziert – das ist aber keine pauschale Zusage und sollte im Einzelfall geprüft werden.
- Zweitmarkt: Nur bei manchen Plattformen vorhanden – prüfen Sie das konkret, statt es vorauszusetzen.
- Informationsblatt und Anlageunterlagen: Seriöse Angebote stellen ein Vermögensanlagen-Informationsblatt oder vergleichbare Unterlagen bereit – lesen Sie diese vor einer Entscheidung sorgfältig.
Crowdfunding oder Crowdinvesting – wo liegt der Unterschied?
Beim klassischen Crowdfunding unterstützen viele Menschen ein Projekt meist spendenbasiert oder erhalten dafür eine Gegenleistung wie ein Produkt – eine finanzielle Rendite steht dabei nicht im Vordergrund. Beim Crowdinvesting investieren Anlegerinnen und Anleger dagegen gezielt Kapital mit dem Ziel einer finanziellen Rendite, tragen dafür aber auch ein unternehmerisches Risiko bis hin zum Totalverlust.
Diversifikation kann das Risiko streuen – aber nicht ausschließen
Statt eine größere Summe in ein einzelnes Projekt zu investieren, verteilen manche Anlegerinnen und Anleger ihr Kapital auf mehrere Projekte oder Plattformen. Das kann das Risiko eines einzelnen Ausfalls abfedern, schützt aber nicht grundsätzlich vor Verlusten – insbesondere wenn mehrere Projekte gleichzeitig oder aus ähnlichen Gründen ausfallen.
In 3 Schritten zum ersten Crowdinvesting
Plattform & Schwerpunkt wählen
Im Rechner oben passende Plattformen nach Anlageschwerpunkt vergleichen.
Projektunterlagen prüfen
Informationsblatt, Anlageform und Risiken des konkreten Projekts sorgfältig lesen.
Digital investieren
Nach Identifizierung online investieren und die vertraglichen Auszahlungstermine im Blick behalten.
Häufige Fragen zum Crowdinvesting
Was ist der Unterschied zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting?
Beim Crowdfunding unterstützen Menschen ein Projekt meist spendenbasiert oder gegen eine Gegenleistung wie ein Produkt. Beim Crowdinvesting investieren Sie Kapital mit dem Ziel einer finanziellen Rendite und tragen dafür ein unternehmerisches Risiko.
Wie sicher ist Crowdinvesting?
Crowdinvesting ist eine Vermögensanlage mit Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust, ohne gesetzliche Einlagensicherung. Eine Streuung auf mehrere Projekte kann das Risiko eines einzelnen Ausfalls abfedern, schließt Verluste aber nicht aus.
Erwerbe ich beim Crowdinvesting Eigentum an der Immobilie oder Anlage?
In der Regel nicht. Je nach Anlageform, etwa bei einem Nachrangdarlehen, haben Sie einen vertraglichen Anspruch gegenüber dem Projektträger, aber kein Eigentum am zugrunde liegenden Objekt.
Fallen für Anleger Gebühren beim Crowdinvesting an?
Bei vielen am Markt beobachteten Plattformen entstehen für Anleger keine direkten Gebühren, da sich die Plattform über den Projektträger finanziert. Das ist jedoch keine pauschale Zusage – prüfen Sie die Konditionen des jeweiligen Angebots.
Kann ich mein investiertes Geld vorzeitig zurückholen?
Das Kapital ist meist für die vereinbarte Laufzeit gebunden. Ob ein vorzeitiger Verkauf über einen Zweitmarkt möglich ist, hängt von der jeweiligen Plattform ab und sollte vor der Investition geprüft werden.
Bedeutet eine hohe angegebene Verzinsung auch eine sichere Rückzahlung?
Nein. Eine vertraglich genannte feste Verzinsung ist ein Versprechen des Projektträgers, keine Garantie – die tatsächliche Rückzahlung hängt vom wirtschaftlichen Erfolg des Projekts ab.
Weiterführend
Tagesgeld
Einlagengesichert, täglich verfügbar – der Gegensatz zu Crowdinvesting.
Festgeldrechner
Feste Verzinsung mit gesetzlicher Einlagensicherung.
Geldanlage
Übersicht weiterer Anlageformen.
Alle Finanzrechner
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Crowdinvesting-Plattformen vergleichen
Vergleichen Sie Anlageschwerpunkt, Mindestanlage und Laufzeit – und prüfen Sie die Risiken jedes Projekts sorgfältig, bevor Sie investieren.
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