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Forward-Darlehen Vergleich – Zinsen für Ihre Anschlussfinanzierung sichern

Läuft Ihre Zinsbindung in den nächsten Monaten oder Jahren aus? Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich schon heute den Zinssatz für Ihre Anschlussfinanzierung – bis zu mehrere Jahre im Voraus. Vergleichen Sie unten unabhängig, welcher Anbieter die besten Konditionen für Ihre Restschuld bietet.

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Wie funktioniert ein Forward-Darlehen?

Ein Forward-Darlehen ist eine besondere Form der Anschlussfinanzierung: Sie vereinbaren schon heute mit einer Bank den Zinssatz für ein Darlehen, das erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgezahlt wird – meist dann, wenn die Zinsbindung Ihrer aktuellen Baufinanzierung ausläuft. Damit sichern Sie sich gegen mögliche Zinssteigerungen ab, ohne auf den Ablauf der bestehenden Finanzierung warten zu müssen.

Der Kreditgeber übernimmt dabei ein Zinsänderungsrisiko über die gesamte Vorlaufzeit, wofür er in aller Regel einen kleinen Zinsaufschlag berechnet. Dieser Aufschlag ist der Preis für die Zinssicherheit – und lohnt sich vor allem dann, wenn er kleiner ausfällt als die erwartete Zinssteigerung bis zum eigentlichen Auszahlungstermin.

Vorlaufzeit von 12 bis 60 Monaten: Wann sich der Vorlauf lohnt

Die meisten Anbieter ermöglichen ein Forward-Darlehen mit einer Vorlaufzeit von 12 bis 60 Monaten, manche auch darüber hinaus. Grundsätzlich gilt: Je länger die Vorlaufzeit, desto höher fällt in der Regel der Zinsaufschlag aus, da die Bank über einen längeren Zeitraum ein Zinsänderungsrisiko trägt. Wer seine Anschlussfinanzierung bereits fünf Jahre im Voraus sichern möchte, zahlt dafür üblicherweise mehr als jemand, der nur ein Jahr vorausplant.

Die passende Vorlaufzeit hängt vom verbleibenden Zeitraum bis zum Ende der aktuellen Zinsbindung und von der persönlichen Einschätzung der Zinsentwicklung ab. Wer eine deutliche Zinssteigerung erwartet, sichert sich tendenziell früher ab und nimmt dafür den etwas höheren Aufschlag in Kauf. Wer eher gleichbleibende oder sinkende Zinsen erwartet, wartet womöglich bewusst noch etwas ab – trägt dabei aber auch das Risiko, dass die Erwartung nicht eintrifft.

Der Forward-Aufschlag: Was die Zinsgarantie kostet

Der sogenannte Forward-Aufschlag wird üblicherweise pro Monat Vorlaufzeit berechnet und auf den regulären Zinssatz für eine sofortige Finanzierung aufgeschlagen. Wie hoch dieser Aufschlag konkret ausfällt, hängt vom jeweiligen Kreditgeber, der aktuellen Zinserwartung am Kapitalmarkt und der gewählten Vorlaufzeit ab – hier lohnt sich ein genauer Blick in den Vergleichsrechner, da die Unterschiede zwischen Anbietern spürbar sein können.

Wichtig für die Kalkulation: Der Forward-Aufschlag ist unabhängig davon fällig, wie sich die Zinsen tatsächlich entwickeln. Fallen die Zinsen entgegen der Erwartung, bleibt der vereinbarte, dann höhere Zinssatz trotzdem bindend – das ist der Preis für die Planungssicherheit.

Den Forward-Aufschlag richtig einordnen

Um einzuschätzen, ob sich ein Forward-Darlehen lohnt, hilft ein einfacher Gedankengang: Der Forward-Aufschlag verteuert den Zinssatz über die gesamte Restlaufzeit der Anschlussfinanzierung, nicht nur über die Vorlaufzeit selbst. Bei einer langen Restlaufzeit der Anschlussfinanzierung wirkt sich ein kleiner Aufschlag über die Jahre entsprechend stärker aus als bei einer kurzen Restlaufzeit. Gleichzeitig gilt: Je länger die Vorlaufzeit, desto größer in der Regel auch der Aufschlag selbst, da die Bank über einen längeren Zeitraum ein Zinsänderungsrisiko absichert.

Für eine realistische Einschätzung lohnt sich deshalb immer der direkte Vergleich zweier Szenarien im Rechner oben: einmal mit Forward-Darlehen und dem entsprechenden Aufschlag, einmal mit einer angenommenen klassischen Anschlussfinanzierung bei einem geschätzten künftigen Zinsniveau. Die Differenz zwischen beiden Szenarien zeigt, ob sich die Zinssicherheit für Ihre individuelle Situation lohnt – pauschale Aussagen dazu sind kaum möglich, da sie stark von der persönlichen Zinserwartung und der jeweiligen Restschuld abhängen.

Typische Ausgangslagen für ein Forward-Darlehen

Zinsbindung läuft bald aus

Ihre aktuelle Zinsbindung endet in den nächsten ein bis fünf Jahren, die Restschuld ist noch nicht vollständig getilgt.

Günstiges Zinsumfeld

Die aktuellen Zinsen gelten als vergleichsweise günstig, mit steigenden Zinsen wird gerechnet.

Planungssicherheit gewünscht

Sie möchten die zukünftige Monatsrate schon heute verlässlich kennen, um Ihr Budget zu planen.

Forward-Darlehen oder klassische Anschlussfinanzierung?

Bei einer klassischen Anschlussfinanzierung warten Sie den Ablauf der aktuellen Zinsbindung ab und vergleichen dann die zu diesem Zeitpunkt aktuellen Konditionen – entweder als Prolongation bei der bisherigen Bank oder als Umschuldung zu einem neuen Anbieter. Ein Forward-Darlehen kehrt das Risiko um: Sie zahlen einen kleinen Aufpreis für die Sicherheit, schon heute zu wissen, was die Anschlussfinanzierung kosten wird.

Forward-Darlehen

Zinssatz heute fixiert, Zinsaufschlag für die Vorlaufzeit fällig, Rate ab Auszahlungstermin exakt bekannt. Kein Risiko durch steigende Zinsen, aber auch kein Vorteil bei fallenden Zinsen.

Klassische Anschlussfinanzierung

Kein Aufschlag, Zinssatz wird erst zum Ablauf der Zinsbindung festgelegt. Volles Risiko und volle Chance, je nachdem wie sich die Zinsen bis dahin entwickeln.

Wann ein Forward-Darlehen wirklich sinnvoll ist

Ein Forward-Darlehen lohnt sich besonders dann, wenn die aktuellen Bauzinsen als günstig gelten und gleichzeitig mit steigenden Zinsen bis zum Ende der bestehenden Zinsbindung gerechnet wird. In dieser Konstellation wiegt die Zinsersparnis durch die frühzeitige Sicherung häufig deutlich schwerer als der vergleichsweise kleine Forward-Aufschlag.

Weniger sinnvoll ist ein Forward-Darlehen, wenn die Zinsbindung noch viele Jahre läuft – hier ist die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung schlicht zu groß, und ein zu früh abgeschlossener Vertrag kann sich im Nachhinein als teurer erweisen als eine spätere, klassische Anschlussfinanzierung. Als grobe Orientierung vergleichen viele Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Optionen etwa drei bis fünf Jahre vor dem Ende der aktuellen Zinsbindung.

Auch der ursprüngliche Beleihungsauslauf Ihrer Baufinanzierung wirkt sich auf die Konditionen des Forward-Darlehens aus: Ist die Restschuld im Verhältnis zum aktuellen Immobilienwert inzwischen gesunken, etwa durch reguläre Tilgung oder eine positive Wertentwicklung der Immobilie, verbessert sich häufig auch der Zinssatz für die Anschlussfinanzierung – unabhängig von der gewählten Vorlaufzeit. Ein aktualisierter Blick auf den Immobilienwert kann sich deshalb lohnen, bevor Sie in den Vergleich starten.

Voraussetzungen: Wer kann ein Forward-Darlehen abschließen?

Ein Forward-Darlehen setzt voraus, dass bereits eine laufende Baufinanzierung mit einem festen Ende der Zinsbindung existiert. Es richtet sich also nicht an Erstkäuferinnen und Erstkäufer, sondern gezielt an Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre Anschlussfinanzierung frühzeitig planen möchten. Die Bank prüft dabei in der Regel erneut die Bonität, auch wenn sich am zugrunde liegenden Objekt und den Einkommensverhältnissen seit der Erstfinanzierung nichts Wesentliches geändert hat.

Möglich ist ein Forward-Darlehen sowohl bei der bisherigen Bank als auch bei einem neuen Anbieter. Ein Wechsel zu einer anderen Bank kann sich lohnen, wenn diese bessere Konditionen bietet – dabei fallen allerdings erneut Kosten für Grundschuldabtretung oder -neubestellung an, die in die Gesamtrechnung einfließen sollten.

Das sollten Sie vor dem Abschluss klären

  • Restschuld und Termin: Wie hoch ist die Restschuld voraussichtlich zum Ende der aktuellen Zinsbindung, und auf welchen Termin muss das Forward-Darlehen exakt ausgerichtet werden?
  • Vorlaufzeit und Aufschlag: Wie verändert sich der Zinsaufschlag, wenn Sie die Vorlaufzeit um einige Monate verkürzen oder verlängern?
  • Nichtabnahme-Bedingungen: Was passiert vertraglich, falls sich die Restschuld bis zum Auszahlungstermin doch anders entwickelt als geplant?
  • Wechselkosten: Falls ein Bankwechsel erwogen wird, welche zusätzlichen Kosten entstehen dafür bei Grundbuch und Grundschuld?
  • Sondertilgungsrecht: Gilt das bisherige Sondertilgungsrecht auch für das neue Forward-Darlehen weiter, oder muss es neu verhandelt werden?

Wer diese Punkte vorab mit der Bank oder im direkten Vergleich mehrerer Angebote klärt, vermeidet spätere Überraschungen und kann die Konditionen realistisch einschätzen, statt sich allein am beworbenen Zinssatz zu orientieren.

So läuft der Abschluss eines Forward-Darlehens ab

1

Restschuld ermitteln

Voraussichtliche Restschuld zum Ende der Zinsbindung bei der aktuellen Bank erfragen.

2

Vorlaufzeit & Rechner

Restschuld und gewünschte Vorlaufzeit in den Rechner oben eingeben und Angebote vergleichen.

3

Antrag stellen

Unterlagen bei der ausgewählten Bank einreichen und den Forward-Vertrag abschließen.

4

Auszahlung zum Termin

Zum vereinbarten Termin löst das Forward-Darlehen die auslaufende Zinsbindung automatisch ab.

Häufige Fragen zum Forward-Darlehen

Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen?

Ein Forward-Darlehen lohnt sich besonders, wenn die aktuellen Zinsen günstig erscheinen und mit einer Zinssteigerung bis zum Ende der bestehenden Zinsbindung gerechnet wird. Dann wiegt die gesicherte Zinsersparnis meist den geringen Forward-Aufschlag auf.

Muss ich das Forward-Darlehen zum vereinbarten Termin wirklich abnehmen?

Ja, ein Forward-Darlehen ist eine verbindliche Vereinbarung. Nehmen Sie das Darlehen zum vereinbarten Termin nicht ab, können Banken eine Nichtabnahmeentschädigung verlangen – die genauen Bedingungen stehen im jeweiligen Vertrag.

Was passiert, wenn die Zinsen bis zum Ablauf der Zinsbindung fallen?

Der vereinbarte Zinssatz bleibt trotzdem bindend – das ist der Preis für die Planungssicherheit. Fällt das Zinsniveau entgegen der Erwartung, zahlen Sie damit unter Umständen mehr, als eine spätere Anschlussfinanzierung gekostet hätte.

Wie hoch ist der Zinsaufschlag beim Forward-Darlehen üblicherweise?

Das hängt vom Anbieter, der gewählten Vorlaufzeit und der aktuellen Zinserwartung am Markt ab. Grundsätzlich gilt: je länger die Vorlaufzeit, desto höher in der Regel der Aufschlag pro Monat.

Ab welcher Restlaufzeit der aktuellen Finanzierung macht ein Forward-Darlehen Sinn?

Als grobe Orientierung lohnt sich ein Vergleich meist drei bis fünf Jahre vor Ablauf der aktuellen Zinsbindung. Bei einer sehr langen Restlaufzeit ist die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung oft noch zu groß.

Kann ich ein Forward-Darlehen auch für eine vermietete Immobilie abschließen?

Ja, ein Forward-Darlehen ist nicht auf selbstgenutzte Immobilien beschränkt und lässt sich grundsätzlich auch für die Anschlussfinanzierung vermieteter Objekte nutzen.

Kann ich bei mehreren Banken gleichzeitig ein Forward-Darlehen beantragen?

Mehrere unverbindliche Anfragen zum Vergleich sind üblich und sinnvoll. Ein verbindlicher Vertrag sollte aber nur mit einer Bank abgeschlossen werden, da das Forward-Darlehen zum vereinbarten Termin abgenommen werden muss.

Muss ich für ein Forward-Darlehen bei meiner bisherigen Bank bleiben?

Nein, ein Forward-Darlehen lässt sich auch bei einem neuen Anbieter abschließen. Dabei fallen allerdings zusätzliche Kosten für Grundschuldabtretung oder -neubestellung an, die in den Vergleich einfließen sollten.

Gilt mein bisheriges Sondertilgungsrecht auch beim Forward-Darlehen weiter?

Das hängt vom neuen Vertrag ab. Ein bestehendes Sondertilgungsrecht wird nicht automatisch übernommen, sondern sollte für das Forward-Darlehen erneut ausgehandelt und schriftlich festgehalten werden.

Weiterführend

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