Privathaftpflicht vergleichen
Eine Privathaftpflichtversicherung prüft, ob und in welcher Höhe Sie für einen Schaden haften, zahlt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Vergleichen Sie Tarife für Singles, Paare, Familien und weitere Lebenssituationen und finden Sie den passenden Schutz.
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Was übernimmt eine Privathaftpflicht?
Kommt es zu einem Schaden, prüft die Versicherung zunächst, ob und in welcher Höhe überhaupt eine Schadenersatzpflicht besteht. Ist der Anspruch berechtigt, zahlt sie an die geschädigte Person. Ist er unberechtigt, wehrt sie die Forderung für Sie ab – vergleichbar mit einem passiven Rechtsschutz.
Je nach Tarif sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden versichert, die Sie oder mitversicherte Familienmitglieder im privaten Alltag verursachen. Vorsätzlich herbeigeführte Schäden sind grundsätzlich ausgeschlossen, und Schäden an den eigenen Sachen zählen normalerweise nicht zum Leistungsumfang.
Worauf sollten Sie beim Vergleich achten?
Deckungssumme
Legt fest, bis zu welcher Höhe Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgesichert sind. Ein Blick auf die genaue Staffelung im Rechner lohnt sich.
Forderungsausfalldeckung
Springt ein, wenn der Schädiger selbst nicht zahlungsfähig oder haftpflichtversichert ist. Verbraucherschützer zählen sie zu den wichtigsten Kriterien einer guten Privathaftpflicht.
Schlüsselverlust
Betrifft private, fremde und teils auch berufliche Schlüssel sowie ganze Schließanlagen. Erstattungsgrenzen und Ausschlüsse vorab prüfen.
Mietsachschäden
Schäden an gemieteten Wohnungen oder fest eingebauten Bestandteilen sind bei vielen Tarifen mitversichert. Ferienwohnungen und bewegliche Mietsachen werden teils gesondert behandelt.
Gefälligkeitsschäden
Schäden beim unentgeltlichen Helfen, etwa bei der Umzugshilfe, sind nicht automatisch mitversichert. Ob ein Tarif dafür einspringt, ist unterschiedlich geregelt.
Selbstbeteiligung
Es gibt Tarife mit und ohne Selbstbeteiligung. Ein Vergleich beider Varianten wirkt sich spürbar auf den Beitrag aus.
Sind Schäden durch kleine Kinder versichert?
Kinder unter sieben Jahren sind nach § 828 BGB grundsätzlich nicht dafür verantwortlich, wenn sie einer anderen Person einen Schaden zufügen. Für Unfälle mit Kraftfahrzeugen, Schienen- oder Schwebebahnen gilt eine besondere Regel bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr, sofern nicht vorsätzlich gehandelt wurde.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Eltern für den Schaden aufkommen müssen: Eine Haftung der Eltern nach § 832 BGB entsteht nur, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Im Streitfall müssen sie in der Regel nachweisen, dass sie dieser Pflicht nachgekommen sind.
Manche Tarife verzichten freiwillig auf den Einwand der Deliktsunfähigkeit und leisten auch dann, wenn rechtlich keine Haftung besteht. Ob und in welchem Umfang das gilt, unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer.
Privathaftpflicht für Singles, Paare und Familien
Single
Eine versicherte Person – passend für den eigenen Haushalt.
Paar
Ehe- oder Lebenspartner können je nach Tarif gemeinsam versichert sein.
Familie
Kinder können je nach Tarif und Lebensphase mitversichert sein, etwa während Schule oder Ausbildung.
Alleinerziehende
Eigene Tarifvarianten oder klassische Familientarife können infrage kommen.
Senioren
Manche Versicherer bieten eigene Tarifmodelle mit angepassten Leistungen an.
Wann kann die Privathaftpflicht helfen?
Ob ein Schaden versichert ist, richtet sich immer nach den vereinbarten Tarifbedingungen, Ausschlüssen und Höchstgrenzen. Typische Alltagssituationen sind zum Beispiel:
- Ein geliehenes Notebook wird versehentlich beschädigt.
- Der Schlüssel einer Mietwohnung geht verloren.
- Beim Helfen während eines Umzugs entsteht ein Schaden an der Einrichtung.
- Ein Kind beschädigt aus Versehen das Eigentum von Nachbarn.
- Auslaufendes Wasser beschädigt fremdes Eigentum.
- Als Fußgänger oder Radfahrerin wird ein Unfall verursacht.
- In einer Ferienwohnung entsteht ein Schaden am Inventar.
Welche Risiken sind nicht automatisch mitversichert?
- Hunde und Pferde – benötigen in der Regel eine eigene Hundehaftpflicht oder Pferdehaftpflicht.
- Kraftfahrzeuge – fallen unter die Kfz-Haftpflicht, nicht unter die Privathaftpflicht.
- Berufliche und gewerbliche Tätigkeiten – sind normalerweise nicht privat mitversichert.
- Drohnen, E-Bikes und Pedelecs – werden je nach Gewicht, Geschwindigkeit und Nutzung unterschiedlich behandelt.
- Vermietete Immobilien oder eigene Bauvorhaben – benötigen meist einen gesonderten Schutz, etwa eine Haus- & Grundbesitzerhaftpflicht oder Bauherrenhaftpflicht.
Was kostet eine Privathaftpflicht?
Feste Einstiegspreise lassen sich pauschal nicht nennen – der Beitrag hängt von mehreren Faktoren ab:
- Tarif für Single, Paar oder Familie
- gewählte Deckungssumme
- Selbstbeteiligung
- Leistungsumfang, z. B. Forderungsausfall oder Schlüsselverlust
- Vorschäden
- berufliche Risiken
- Zahlungsweise und Vertragslaufzeit
Welche Versicherer sind im Vergleich enthalten?
Der Rechner zeigt Ihnen abhängig von Postleitzahl und gewählter Lebenssituation passende Angebote der folgenden Versicherungsgesellschaften (Stand: Dezember 2025). Eine vollständige Marktübersicht bildet auch dieser Vergleich nicht ab, und einzelne Anbieter können sich ändern – die tatsächlich angezeigten Tarife und Bedingungen sollten Sie im Einzelfall prüfen.
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Häufige Fragen zur Privathaftpflicht
Was ist eine Privathaftpflichtversicherung?
Sie schützt vor Ansprüchen Dritter bei Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die Sie oder mitversicherte Familienmitglieder verursachen, und wehrt unberechtigte Forderungen ab.
Ist eine Privathaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben?
Anders als etwa die Kfz-Haftpflicht ist sie in Deutschland nicht generell Pflicht, gilt aber als eine der wichtigsten freiwilligen Versicherungen.
Was leistet eine Forderungsausfalldeckung?
Sie kann greifen, wenn der Schädiger selbst keine ausreichende Haftpflichtversicherung hat und den Schaden nicht bezahlen kann. Mindestschadenhöhen und Nachweispflichten sind tarifabhängig.
Ist Schlüsselverlust automatisch mitversichert?
Nicht bei jedem Tarif automatisch. Prüfen Sie, ob private, fremde und ggf. berufliche Schlüssel sowie Schließanlagen eingeschlossen sind.
Haften Eltern immer für Schäden ihrer Kinder?
Nein. Kinder unter sieben Jahren sind grundsätzlich nicht deliktsfähig, und Eltern haften nur, wenn sie nachweislich ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.
Sind Mietsachschäden enthalten?
Viele Tarife decken Schäden an gemieteten Wohnungen ab, oft mit Unterschieden bei beweglichen Mietsachen oder Ferienwohnungen.
Was sind Gefälligkeitsschäden?
Schäden, die z. B. beim unentgeltlichen Helfen bei einem Umzug oder in der Nachbarschaft entstehen. Die Mitversicherung ist tarifabhängig.
Gibt es Tarife ohne Selbstbeteiligung?
Ja, es gibt Tarife mit und ohne Selbstbeteiligung. Das wirkt sich auf den Beitrag aus.
Sind Haustiere über die Privathaftpflicht mitversichert?
In der Regel nicht. Für Hunde und Pferde ist meist eine eigene Tierhalterhaftpflicht nötig.
Wie lange sind Kinder im Familientarif mitversichert?
Das hängt vom jeweiligen Tarif und der Lebensphase ab, etwa während Ausbildung oder Studium, und sollte individuell geprüft werden.
Weiterführende Vergleiche
Hundehaftpflicht
Spezialschutz für Hundehalter.
Pferdehaftpflicht
Spezialschutz für Pferdehalter.
Hausratversicherung
Für alle Werte des Haushalts.
Rechtsschutzversicherung
Für rechtliche Auseinandersetzungen aller Art.
Bauherrenhaftpflicht
Für Bauherren während der Bauphase.
Gewässerschadenhaftpflicht
Für Öltank- und Gewässerschadenrisiken.
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