Robo-Advisor vergleichen: digitale Geldanlage mit ETFs
Ein Robo-Advisor ist eine digitale Vermögensverwaltung. Nach einem Fragebogen zu Zielen und Risikobereitschaft stellt er ein Portfolio zusammen, meist aus ETFs, und schichtet es automatisch um. Die Unterschiede liegen vor allem bei Kosten und Anlagestrategie.
- Kosten: laut Stiftung Warentest von rund 0,3 bis über 2,6 Prozent pro Jahr
- Sicherheit: Wertpapiere sind Sondervermögen
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Robo-Advisor vergleichen
Rechner: financeAdsTipp: Vergleichen Sie die Gesamtkosten pro Jahr inklusive Fondskosten und die Aktienquote der vorgeschlagenen Strategie.
Wie funktioniert ein Robo-Advisor?
- 1. Fragebogen
- Sie beantworten Fragen zu Anlageziel, Anlagedauer, finanzieller Situation, Erfahrung und Verlusttoleranz.
- 2. Vorschlag
- Der Robo-Advisor schlägt ein Portfolio vor, meist aus breit gestreuten ETFs, mit einer passenden Aktienquote.
- 3. Depot und Vertrag
- Sie schließen einen Vermögensverwaltungsvertrag und eröffnen ein Depot bei der Partnerbank.
- 4. Verwaltung
- Der Robo-Advisor schichtet später eigenständig um, ohne Sie vorher zu fragen.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
- Gesamtkosten: Verwaltungsgebühr und Fondskosten zusammen. Stiftung Warentest fand 2026 Spannen von rund 0,31 bis über 2,60 Prozent pro Jahr.
- Risikoabfrage: Ein guter Fragebogen fragt, welchen Zwischenverlust Sie aushalten – nicht nur Ihre Selbsteinschätzung.
- Streuung: Das Portfolio sollte breit gestreut sein und eine Aktienquote haben, die zu Ihnen passt.
- Transparenz: Achten Sie auf klare Angaben zu Kosten, Risiko (etwa Schwankung und maximaler historischer Verlust) und realistischen Renditespannen.
- Mindestanlage und Sparplan: Prüfen Sie, ab welchem Betrag der Anbieter startet und ob Sparpläne möglich sind.
Quelle: Stiftung Warentest, Finanztest 7/2026.
Wie sicher ist das Geld – und wie wird es besteuert?
- Sondervermögen
- ETF-Anteile im Depot gehören Ihnen und sind bei einer Pleite der Bank oder des Anbieters geschützt. Kursverluste sind dagegen nicht abgesichert.
- Verrechnungskonto
- Guthaben auf dem Konto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Bank geschützt.
- Steuern
- Erträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bis 1.000 Euro im Jahr, bei Paaren 2.000 Euro, bleiben mit Freistellungsauftrag steuerfrei.
Für wen eignet sich ein Robo-Advisor?
Passt eher
- Sie möchten langfristig anlegen, aber sich nicht selbst kümmern.
- Sie verstehen Fonds und ETFs gut genug, um den Vorschlag zu beurteilen.
Genau prüfen
- Ob die höheren Kosten den Komfort wert sind.
- Ob die Aktienquote zu Ihrer Verlusttoleranz passt.
Eher nicht
- Sie brauchen das Geld bald: besser Tagesgeld.
- Sie legen gern selbst an: ETF-Sparplan mit günstigem Depot.
Wie viel ein Sparplan über die Jahre bringen kann, zeigt der Sparplanrechner. Für die geförderte Altersvorsorge mit ETFs ab 2027 lesen Sie mehr unter Riester-Rente und Altersvorsorgedepot.
Weitere Themen rund um Ihre Geldanlage
Häufige Fragen zu Robo-Advisors
Was ist ein Robo-Advisor?
Eine digitale Vermögensverwaltung. Sie beantworten einen Fragebogen, der Robo-Advisor schlägt ein Portfolio vor, meist aus ETFs, und verwaltet es danach automatisch.
Was kostet ein Robo-Advisor?
Stiftung Warentest ermittelte 2026 Gesamtkosten von rund 0,31 bis über 2,60 Prozent der Anlagesumme pro Jahr, inklusive Fondskosten. Hohe Kosten mindern die Rendite deutlich.
Ist mein Geld bei einem Robo-Advisor sicher?
Die Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen und bei einer Insolvenz geschützt. Gegen Kursverluste gibt es dagegen keinen Schutz.
Für wen eignet sich ein Robo-Advisor?
Für Anleger, die langfristig investieren und die Verwaltung abgeben möchten. Stiftung Warentest rät, Fonds und ETFs gut genug zu verstehen, um den Vorschlag beurteilen zu können.
Robo-Advisor oder eigener ETF-Sparplan?
Ein eigener ETF-Sparplan in einem günstigen Depot ist meist billiger, Sie müssen sich aber selbst um Auswahl und Umschichtung kümmern. Der Robo-Advisor nimmt Ihnen das gegen eine Gebühr ab.
Wie werden Gewinne besteuert?
Mit der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben bis 1.000 Euro im Jahr steuerfrei, bei Paaren 2.000 Euro.
Digital anlegen – mit Blick auf die Kosten
Strategie wählen, Gesamtkosten vergleichen, Alternativen prüfen.
Für eine zusätzliche Einschätzung können Sie sich auch bei einer Verbraucherberatung informieren, zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale.