Unabhängig seit 2008 Depotgebühren im Blick

Depotkosten Vergleich – Wertpapierdepots vergleichen

Ob ETF-Sparplan, Einzelaktien oder aktiver Handel: Die Kosten eines Wertpapierdepots setzen sich aus mehr als nur der Ordergebühr zusammen. Vergleichen Sie unten Depotanbieter und lesen Sie, worauf es bei der Kostenstruktur wirklich ankommt.

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Was kostet ein Depot wirklich?

Wer nur auf die beworbene Ordergebühr schaut, sieht meist nicht die vollständige Kostenkette. Diese Positionen sollten Sie im Blick behalten:

  • Depotführung: Bei vielen Online-Brokern mittlerweile kostenlos, aber nicht bei jedem Anbieter garantiert.
  • Orderprovision: Der Preis, den der Broker selbst für die Ausführung eines Trades verlangt – als Festpreis oder gestaffelt nach Ordervolumen.
  • Handelsplatzentgelt: Zusätzliche Gebühren, die je nach gewähltem Börsenplatz anfallen können.
  • Fremdkosten: Weitere Kosten Dritter, etwa Maklercourtagen an bestimmten Handelsplätzen.
  • Spread: Die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, besonders außerbörslich relevant.
  • Sparplanausführung: Kosten pro Ausführung eines ETF- oder Aktiensparplans, teils abhängig vom gewählten Papier.
  • Währungsumrechnung: Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, kann ein Umrechnungsentgelt anfallen.
  • Zusatzservices: Etwa Kosten für Depotauszüge, Umschreibungen oder telefonische Order.

Spreads außerhalb der Kernhandelszeiten

Wer außerhalb der regulären Handelszeiten großer Börsen kauft oder verkauft, etwa am frühen Morgen oder späten Abend, handelt oft zu einem breiteren Spread – der Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs fällt dann größer aus. Das kann eine auf den ersten Blick günstige Ordergebühr relativieren. Wer auf den Ausführungspreis achtet, sollte deshalb auch die Handelszeit im Blick behalten.

Neobroker oder Direktbank – was passt besser?

Neobroker sind häufig auf schlanke, digitale Prozesse mit einfachen Preisstrukturen ausgelegt. Klassische Direktbanken bieten oft eine breitere Auswahl an Handelsplätzen und zusätzliche Bankdienstleistungen wie ein verknüpftes Girokonto. Pauschal "günstiger" ist keine der beiden Varianten – das hängt von Ihrem persönlichen Handelsverhalten ab.

Kriterium Neobroker Direktbank
Depotgebühr Häufig niedrig oder kostenlos Häufig ebenfalls niedrig oder kostenlos
Orderkosten Oft einfache Festpreise Teils gestaffelte Preismodelle
Handelsplätze Teils begrenztere Auswahl Meist breitere Auswahl
ETF-Sparpläne Häufig große Auswahl Ebenfalls breite Auswahl
Banking + Depot Meist Fokus auf reines Investment Häufig Girokonto und Depot kombiniert
Beratung / Service Meist rein digital Teils umfangreicherer Support

Depot für Kinder: Junior-Depot separat vergleichen

Wer langfristig für ein minderjähriges Kind investieren möchte, sollte ein spezielles Junior-Depot vergleichen. Ein solches Depot wird auf den Namen des Kindes geführt und bis zur Volljährigkeit von den gesetzlichen Vertretern verwaltet.

Junior-Depot für ETF-Sparpläne und Wertpapiere

Vergleichen Sie Depotführung, Sparplankosten, Mindestsparraten und die Bedingungen der Depoteröffnung speziell für Minderjährige.

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Was passiert mit meinem Depot bei einer Bankinsolvenz?

Hier ist eine klare Unterscheidung wichtig: Guthaben auf dem Verrechnungskonto Ihres Depots unterliegt – abhängig von der kontoführenden Bank und Struktur – der jeweiligen gesetzlichen Einlagensicherung, innerhalb der EU üblicherweise bis 100.000 Euro pro Kunde und Institut. Ihre Wertpapiere im Depot selbst werden dagegen grundsätzlich treuhänderisch für Sie verwahrt und fallen bei einer Insolvenz der Depotbank nicht einfach in deren Insolvenzmasse. Bei Fondsvermögen handelt es sich rechtlich um sogenanntes Sondervermögen; bei Aktien und anderen Einzelwertpapieren besteht eine vergleichbar geschützte Rechtsposition als Kundeneigentum, sodass eine Aussonderung im Insolvenzfall möglich ist. Die genaue rechtliche Einordnung kann sich je nach Wertpapierart im Detail unterscheiden.

Depotwechsel: So läuft der Übertrag ab

In der Praxis lassen sich Wertpapierdepots meist ohne zusätzliche Kosten von einer Bank zur anderen übertragen – die neue Bank übernimmt dabei in der Regel die Kommunikation mit der bisherigen Depotbank. Ob und in welcher Höhe die abgebende Bank eigene Gebühren für den Übertrag berechnet, sollten Sie vorab bei Ihrer aktuellen Bank erfragen, da sich das je nach Institut unterscheiden kann.

In 3 Schritten zum neuen Depot

1

Neues Depot eröffnen

Im Rechner oben passende Konditionen vergleichen und online eröffnen.

2

Übertrag beauftragen

Bestehende Wertpapiere über den digitalen Übertragungsservice der neuen Bank umziehen lassen.

3

Altes Depot auflösen

Nach vollständigem Übertrag das alte Depot bei Bedarf kündigen.

Häufige Fragen zu Depotkosten

Fallen beim Depotwechsel Kosten an?

In der Praxis ist der Übertrag von Wertpapieren zwischen deutschen Depots meist kostenlos möglich. Ob die abgebende Bank im Einzelfall eigene Gebühren berechnet, sollten Sie vorab dort erfragen.

Sind meine Wertpapiere im Depot bei einer Bankinsolvenz geschützt?

Wertpapiere werden grundsätzlich treuhänderisch für Sie verwahrt und fallen nicht einfach in die Insolvenzmasse der Depotbank. Guthaben auf dem Verrechnungskonto unterliegt dagegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Institut.

Was ist der Unterschied zwischen Handelsplatzgebühren und Ordergebühren?

Die Ordergebühr ist der Preis, den Ihr Broker für die Ausführung berechnet. Zusätzlich können je nach gewähltem Handelsplatz weitere Entgelte wie Börsenplatzgebühren anfallen.

Gibt es Mindestsparraten für ETF-Sparpläne?

Das ist tarifabhängig und unterscheidet sich zwischen den Anbietern – prüfen Sie die genauen Konditionen im Rechner oben.

Ist ein Neobroker automatisch günstiger als eine Direktbank?

Nicht pauschal. Beide Modelle können günstig sein, unterscheiden sich aber in Handelsplatzauswahl, Zusatzleistungen und Servicegrad – ein Vergleich passend zum eigenen Nutzungsverhalten lohnt sich.

Gibt es spezielle Depots für Kinder?

Ja. Ein Junior-Depot wird auf den Namen eines minderjährigen Kindes geführt und bis zur Volljährigkeit von den gesetzlichen Vertretern verwaltet. Einen eigenen Vergleich finden Sie auf unserer Seite Junior-Depot.

Weiterführend

Tagesgeld

Für einen liquiden Notgroschen neben dem Depot.

Festgeldrechner

Feste Verzinsung mit gesetzlicher Einlagensicherung.

Crowdinvesting

Risikoreichere Anlagealternative mit anderem Chance-Risiko-Profil.

Geldanlage

Übersicht weiterer Anlageformen.

Junior-Depot

Wertpapierdepots und ETF-Sparpläne für Kinder vergleichen.

Robo-Advisor

Automatisierte Vermögensverwaltung als Alternative zum selbst verwalteten Depot.

Krypto-Vergleich

Anbieter für Bitcoin und weitere Kryptowährungen separat vergleichen.

Depotkosten vergleichen

Vergleichen Sie Depotführung, Ordergebühren und Sparplankosten – passend zu Ihrem Anlageverhalten.

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