Heizstromvergleich – Tarife für Wärmepumpe und Nachtspeicher
Mit einem Heizstromvergleich finden Haushalte spezielle Stromtarife für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Entscheidend sind Verbrauch, Zählerart, Region und die getrennte oder gemeinsame Messung von Haushalts- und Heizstrom.
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Vergleichsrechner in Kooperation mit Verivox.
Warum sich ein spezieller Heizstromtarif lohnt
Wärmepumpenstrom: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG
Seit dem 1. Januar 2024 gilt: Jede neu in Betrieb genommene Wärmepumpe mit mehr als 4,2 kW Anschlussleistung muss vom Netzbetreiber steuerbar sein. Im Gegenzug erhalten Sie ein reduziertes Netzentgelt – je nach gewähltem Modul pauschal rund 110 bis 190 Euro pro Jahr (Modul 1) oder bis zu 360 Euro bei separater Messung (Modul 2). Bestandsanlagen von vor 2024 genießen Bestandsschutz und können freiwillig wechseln.
Nachtspeicherstrom: Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT) optimal nutzen
Nachtspeicherheizungen laden ihren Wärmespeicher meist nachts zum günstigeren Niedertarif (NT) auf und geben die Wärme tagsüber ab. Ein Doppeltarifzähler unterscheidet dabei zwischen Hochtarif (HT, tagsüber) und Niedertarif (NT, nachts) – da der NT deutlich günstiger ist, lohnt sich diese Zählertechnik für die meisten Nachtspeicher-Haushalte finanziell.
Getrennte Messung (2 Zähler) vs. gemeinsame Messung (1 Zähler)
Getrennte Messung (2 Zähler)
Ein separater Heizstromzähler ermöglicht spezielle Heizstromtarife und ist Voraussetzung für Modul 2 nach § 14a EnWG – dafür fallen zwei Grundgebühren an.
Gemeinsame Messung (1 Zähler)
Heiz- und Haushaltsstrom laufen über einen Zähler – nur eine Grundgebühr, dafür meist ohne Zugang zu den günstigsten Heizstrom-Sondertarifen.
Was kostet Heizstrom?
Der Preis für Heizstrom liegt aktuell im Durchschnitt bei rund 20 bis 25 Cent pro Kilowattstunde – spürbar günstiger als gewöhnlicher Haushaltsstrom mit meist 25 bis 28 Cent pro kWh. Der genaue Preis hängt von Verbrauch, Zählerart, Region und gewähltem Anbieter ab; der Rechner oben zeigt die für Ihre Postleitzahl verfügbaren Tarife.
So funktioniert der Heizstromanbieterwechsel
Heizungsart (Nachtspeicher oder Wärmepumpe) und Zählerart im Rechner angeben.
Tarife vergleichen und passenden Heizstromanbieter auswählen.
Wechsel online beauftragen – der neue Anbieter kündigt beim bisherigen, ohne Unterbrechung der Stromversorgung.
Häufige Fragen zum Heizstrom Vergleich
Was ist der Unterschied zwischen Heizstrom und Haushaltsstrom?
Heizstrom ist ein eigener, meist günstigerer Tarif speziell für Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen. Er darf ausschließlich für die Heizungsanlage bzw. Warmwasserbereitung genutzt werden, während Haushaltsstrom den übrigen Stromverbrauch abdeckt.
Kann ich Heizstrom beziehen, wenn ich nur einen Stromzähler habe?
Ja, dann laufen Heiz- und Haushaltsstrom gemeinsam über einen Doppeltarifzähler. Die günstigsten Heizstrom-Sondertarife mit separater Messung stehen dabei allerdings meist nicht zur Verfügung.
Was bedeutet HT und NT beim Stromzähler?
HT steht für Hochtarif (tagsüber, teurer), NT für Niedertarif (meist nachts, günstiger). Ein Doppeltarifzähler erfasst beide Zeiten getrennt, damit der günstigere Nachtstrom auch separat abgerechnet werden kann.
Gilt die Steuerungspflicht auch für ältere Wärmepumpen?
Nein. Die Pflicht zur Steuerbarkeit nach § 14a EnWG gilt nur für Wärmepumpen, die seit dem 1. Januar 2024 neu in Betrieb genommen wurden. Bestandsanlagen von vor 2024 genießen Bestandsschutz und können freiwillig wechseln.
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