Tier­berufe

Haftpflicht für Tier­berufe: Schutz für Hundetrainer, Tiersitter und Tier­therapeuten

Wer beruflich mit fremden Tieren arbeitet, haftet für Schäden, die dabei entstehen – etwa wenn ein betreuter Hund einen Radfahrer zu Fall bringt oder bei einer Behandlung etwas schiefgeht. Ihre private Haftpflicht deckt berufliche Tätigkeiten in der Regel nicht ab. Eine Haftpflicht für Tierberufe schließt diese Lücke.

  • Für: Hundetrainer, Tiersitter, Reitlehrer, Tiertherapeuten u. a.
  • Prüfen: Schäden an betreuten Tieren und Höchstgrenzen

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Haftpflicht für Tierberufe vergleichen

Rechner: Covomo

Tipp: Wählen Sie im Rechner Ihren Beruf genau aus und prüfen Sie, wie viele Tiere Sie gleichzeitig betreuen dürfen und bis zu welcher Höhe Schäden an betreuten Tieren erstattet werden.

Zielgruppen

Welche Tierberufe lassen sich versichern?

Hund und Katze

  • Hundetrainer und Hundeausbilder
  • Hundesitter und Katzensitter
  • Therapiehundeführer

Pferd

  • Reitlehrer und Bereiter
  • Pferdesitter
  • Hufschmiede, Kutschfahrlehrer, Trekkingführer

Therapie

  • Tiertherapeuten, etwa Physiotherapeuten oder Osteopathen
  • Reittherapeuten
  • meist mit Qualifikationsnachweis

Welche Tätigkeiten versicherbar sind, unterscheidet sich je nach Versicherer. Manche Anbieter versichern etwa nur staatlich geprüfte Hufschmiede. Ob Ihr Beruf dabei ist, zeigt die Berufsauswahl im Rechner.

Bedarf prüfen

Brauchen Sie eine Haftpflicht für Tier­berufe?

● sinnvoll

Selbstständig mit fremden Tieren

Sie trainieren, betreuen, unterrichten oder behandeln Tiere Ihrer Kundschaft gegen Bezahlung. Ein Schaden kann hier schnell teuer werden.

◆ prüfen

Nebenbei gegen Geld

Auch bezahltes Gassigehen oder Pferdesitting neben dem Hauptjob kann als berufliche Tätigkeit gelten. Fragen Sie Ihren Privathaftpflicht-Versicherer, ob das abgedeckt ist.

▲ andere Versicherung

Eigenes Tier, privat

Für Schäden durch Ihren eigenen Hund oder Ihr eigenes Pferd brauchen Sie eine Tierhalterhaftpflicht, etwa die Hundehaftpflicht.

Führen Sie einen Betrieb mit Beschäftigten, eigenen Räumen oder Geländen, kann zusätzlich eine Betriebshaftpflicht nötig sein.

Leistungen verstehen

Was ist versichert – was nicht?

  • Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die bei Ihrer beruflichen Tätigkeit entstehen
  • Ihre Haftung als Tierhüter, wenn ein betreutes Tier Dritte schädigt
  • je nach Tarif Schäden an den Tieren, die Sie betreuen oder behandeln – oft mit Höchstgrenzen je Tier
  • je nach Tarif Unterricht, Kurse und Veranstaltungen
  • Schäden durch Ihre eigenen Tiere – dafür ist die Tierhalterhaftpflicht zuständig
  • Tätigkeiten, die Sie im Antrag nicht angegeben haben
  • vorsätzlich verursachte Schäden
  • Überschreiten vereinbarter Grenzen, etwa der Zahl gleichzeitig betreuter Tiere
Rechtlicher Rahmen

Haftung und Erlaubnis im Überblick

Haftung als Tieraufseher (§ 834 BGB)
Wer für den Halter vertraglich die Aufsicht über ein Tier übernimmt, haftet für Schäden, die das Tier Dritten zufügt. Die Haftung entfällt nur, wenn Sie die erforderliche Sorgfalt beachtet haben.
Erlaubnis für Hundetrainer (§ 11 TierSchG)
Wer gewerbsmäßig Hunde für Dritte ausbildet oder Halter dabei anleitet, braucht eine Erlaubnis der zuständigen Behörde.
Berufshaftpflicht allgemein
Für andere Berufsgruppen und für reine Beratungsfehler gibt es eigene Lösungen: Berufshaftpflicht.
FAQ

Häufige Fragen zur Haftpflicht für Tier­berufe

Wer braucht eine Haftpflicht für Tierberufe?

Alle, die beruflich mit fremden Tieren arbeiten, etwa Hundetrainer, Tiersitter, Reitlehrer oder Tiertherapeuten. Die private Haftpflicht deckt berufliche Tätigkeiten in der Regel nicht ab.

Haftet ein Hundesitter für Schäden durch den betreuten Hund?

Ja, nach § 834 BGB haftet, wer vertraglich die Aufsicht über ein Tier übernimmt, für Schäden an Dritten – es sei denn, er hat die erforderliche Sorgfalt beachtet.

Sind Schäden an den betreuten Tieren versichert?

Je nach Tarif ja, häufig mit Höchstgrenzen je Tier. Prüfen Sie diese Grenzen im Vergleich.

Reicht die Hundehaftpflicht meiner Kundschaft nicht aus?

Darauf sollten Sie sich nicht verlassen. Ob deren Vertrag gewerbliche Tierhüter einschließt, ist von Tarif zu Tarif verschieden. Eine eigene Police sichert Sie auch dann ab, wenn deren Vertrag nicht leistet.

Brauchen Hundetrainer eine Erlaubnis?

Ja. Wer gewerbsmäßig Hunde für Dritte ausbildet oder Halter bei der Ausbildung anleitet, braucht nach § 11 TierSchG eine Erlaubnis der zuständigen Behörde.

Ist mein Beruf versicherbar?

Das hängt vom Versicherer ab. Die Berufsauswahl im Rechner zeigt, welche Tätigkeiten angeboten werden.

Haftpflicht für Ihren Tierberuf vergleichen

Beruf genau angeben, Schäden an betreuten Tieren und Höchstgrenzen prüfen – dann Tarife gegenüberstellen.

Für eine zusätzliche Einschätzung können Sie sich auch bei einer Verbraucherberatung informieren, zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale.