Zahnersatz

Zahnimplantat: Was es kostet und was die Krankenkasse übernimmt

Ein Implantat ersetzt die Zahnwurzel, darauf sitzt eine Krone. Das ist die hochwertigste, aber auch teuerste Lösung für eine Zahnlücke: Mit Krone kommen schnell rund 5.000 Euro zusammen. Die Kasse zahlt in aller Regel nur den Festzuschuss, den sie auch für eine Brücke zahlen würde.

  • Implantat allein ab ca. 1.000 €
  • Mit Krone: Beispiel 4.900 €
  • Kasse: Festzuschuss wie für Brücke
  • Ab 2027 weniger Zuschuss

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Was ein Zahnimplantat kostet

Kostenbeispiele für einen Seitenzahn
Beispiel Gesamtkosten Kasse Eigenanteil
Implantat mit Krone (Finanztip) 4.900 € 691 € (ab 2027: 599 €) 4.209 € (ab 2027: 4.301 €)
Implantatkrone mit Knochenaufbau (Stiftung Warentest) 5.057 € 691 € 4.366 €

Quellen: Finanztip, Stiftung Warentest; Kassenzuschuss mit 10 Jahren Bonusheft. Ein einzelnes Implantat kostet laut Verbraucherzentrale mindestens 1.000 €, dazu kommen Operation, gegebenenfalls Knochenaufbau und der Zahnersatz.

  • Implantat: die künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik.
  • Operation: Einsetzen, Einheilzeit, Nachkontrollen.
  • Knochenaufbau: nötig, wenn der Kiefer zu wenig Knochen hat.
  • Krone (Suprakonstruktion): der sichtbare Zahnersatz auf dem Implantat.

Was die Krankenkasse beim Implantat zahlt

Implantate gehören nicht zur Kassenleistung ( § 28 Abs. 2 SGB V). Die Kasse zahlt nur den Festzuschuss, der für die Regelversorgung Ihres Befunds gilt – bei einer Einzelzahnlücke also für eine Brücke. Alles darüber hinaus wird privat nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet.

Ausnahmen gibt es nur für besonders schwere Fälle, etwa große Kiefer- oder Gesichtsdefekte, extreme Mundtrockenheit nach einer Tumorbehandlung oder die angeborene Nichtanlage vieler Zähne ( Barmer).

Festzuschuss der Kasse in Prozent der Regelversorgung
Bonusheft bis 31.12.2026 ab 1.1.2027
ohne Bonus 60 % 50 %
5 Jahre lückenlos 70 % 60 %
10 Jahre lückenlos 75 % 65 %
Härtefall bis 100 % bis 100 %

Rechtsgrundlage der Kürzung: GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24.07.2026, BGBl. 2026 I Nr. 228 ( Gesetzestext); Beschluss im Bundestag am 10. Juli 2026 ( zm-online).

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Wichtig: Bereits angeratene oder laufende Behandlungen sind in der Regel nicht versichert. Schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab, solange Ihre Zähne in Ordnung sind.

Implantat oder Brücke?

Regelversorgung

Brücke

Festsitzend und deutlich günstiger: Eine Metallbrücke kostet im Beispiel 922 €. Dafür werden die Nachbarzähne beschliffen ( KZBV).

privat

Implantat

Schont die Nachbarzähne und ersetzt die Wurzel. Kostet mit Krone aber rund das Fünffache, bei gleichem Kassenzuschuss.

Folgebehandlungen bei Komplikationen zahlen Sie selbst. Höhere Risiken bestehen laut Verbraucherzentrale unter anderem bei Parodontitis, Diabetes, Osteoporose, Rauchen und Zähneknirschen.

Quellen

Stand der Recherche: 19. Oktober 2026. Kostenangaben sind Beispiele aus den genannten Quellen; Ihre Rechnung kann abweichen. Diese Seite ersetzt keine zahnärztliche Beratung.

FAQ

Häufige Fragen zu Implantatkosten

Was kostet ein Zahnimplantat?

Das Implantat allein kostet mindestens rund 1.000 €. Mit Krone liegen Beispiele bei 4.900 €, mit Knochenaufbau bei gut 5.000 €.

Zahlt die Krankenkasse ein Implantat?

Nur in seltenen Ausnahmefällen. Sonst zahlt sie den Festzuschuss, den sie für die Regelversorgung – meist eine Brücke – zahlen würde.

Wie hoch ist der Eigenanteil beim Implantat?

In den Beispielen über 4.000 €. Ab 2027 steigt er, weil der Festzuschuss um 10 Prozentpunkte sinkt.

Zahlt eine Zahnzusatzversicherung Implantate?

Gute Tarife ja, oft bis zu 90 % der Kosten inklusive Kassenleistung. Bereits angeratene Implantate sind aber nicht versichert.

Ist ein Implantat besser als eine Brücke?

Es schont die Nachbarzähne, ist aber viel teurer. Welche Lösung passt, hängt vom Befund ab – fragen Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt.

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Unabhängige Informationen zu Zahnersatz und Zahnzusatzversicherungen bietet die Verbraucherzentrale.