Lohnt sich eine Handyversicherung – und brauche ich sie?
Ein kaputtes Display ist ärgerlich und teuer. Trotzdem lohnt sich eine Handyversicherung laut Verbraucherzentrale in vielen Fällen nicht, der Bund der Versicherten zählt sie zu den entbehrlichen Versicherungen. Mit der Rechenhilfe sehen Sie, ab welcher Reparatur sich der Beitrag für Sie auszahlen würde.
- Verbraucherzentrale: lohnt sich oft nicht
- Mängel: zwei Jahre Gewährleistung
- Diebstahl: strenge Bedingungen
- Rechenhilfe: ohne persönliche Daten
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Rechenhilfe: Beitrag gegen Reparatur
Tragen Sie Beitrag, Laufzeit und Selbstbeteiligung ein und schätzen Sie, was eine Reparatur kosten würde.
Keine Empfehlung. Die Rechenhilfe sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich ein Schaden ist.
Für wen sie sinnvoll sein kann – und für wen eher nicht
Kann sinnvoll sein
- Wenn der Verlust des Geräts finanziell nicht zu verkraften wäre
- Teure, neue Geräte, solange der Tarif den Neuwert zahlt
Erst prüfen
- Herstellerschutz wie AppleCare+ mit festen Selbstbeteiligungen
- Hausrat: zahlt bei Einbruchdiebstahl und Raub
Meist verzichtbar
- Wer Diebstahl absichern will – Finanztest rät vom Diebstahlschutz ab
- Wer nur Mängel fürchtet – dafür gilt die Gewährleistung
- Ältere Geräte – oft nur Zeitwert
Stiftung Warentest ordnet die Handyversicherung als „kann man abschließen, muss man aber nicht“ ein.
Was eine Handyversicherung zahlt – und was nicht
- Displayschaden: laut Finanztest die häufigste Schadenursache.
- Erst Reparatur: zuerst wird repariert; je nach Tarif gibt es nur in den ersten Monaten den Neuwert, danach den Zeitwert.
- Diebstahl: einfache Policen decken ihn oft nicht; manche nur zwischen 6 und 22 Uhr. Unbeaufsichtigte Geräte sind ausgeschlossen, Trickdiebstahl gilt nicht als Raub.
- Selbstbeteiligung: teils hoch – im Beispiel der Verbraucherzentrale 100 Euro.
- Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit: Vorsatz ist ausgeschlossen, bei grober Fahrlässigkeit kann die Leistung entfallen.
- Schäden vor Abschluss: sind nicht versichert.
Gewährleistung, Garantie, Versicherung
Bei Neuware haften Verkäufer mindestens zwei Jahre für Mängel; im ersten Jahr wird vermutet, dass der Mangel schon beim Kauf bestand. Eine Herstellergarantie ist eine freiwillige Zusatzleistung. Die Versicherung zahlt für Schäden von außen, etwa Sturz oder Wasser.
Quellen und Stand
Quellen: Verbraucherzentrale(Stand 21.07.2023); Stiftung Warentest(Finanztest 12/2022); GDV: Handyversicherung; Europäisches Verbraucherzentrum: Gewährleistung und Garantie; Bund der Versicherten via Cash.(27.07.2026).
Häufige Fragen: Lohnt sich eine Handyversicherung
Lohnt sich eine Handyversicherung für ein neues Smartphone?
Laut Verbraucherzentrale in vielen Fällen nicht. Sinnvoll ist sie eher, wenn Sie den Verlust des Geräts finanziell nicht verkraften könnten. Rechnen Sie Beitrag und Selbstbeteiligung gegen eine mögliche Reparatur.
Zahlt die Handyversicherung, wenn mein Handy gestohlen wird?
Nur, wenn Diebstahl im Tarif versichert ist – und die Bedingungen sind streng. Unbeaufsichtigte Geräte sind ausgeschlossen, Trickdiebstahl gilt nicht als Raub, manche Tarife zahlen nur zwischen 6 und 22 Uhr.
Zahlt die Hausratversicherung, wenn mein Handy gestohlen wird?
Bei Einbruchdiebstahl und Raub ja, auch unterwegs über die Außenversicherung. Einfachen Diebstahl meist nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Gewährleistung, Garantie und Versicherung?
Die Gewährleistung gilt gesetzlich mindestens zwei Jahre für Mängel. Eine Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers. Die Versicherung zahlt für Schäden von außen wie Sturz oder Wasser.
Kann ich die Handyversicherung nach dem Kauf noch abschließen?
Oft bis zu 30 Tage nach dem Kauf. Nach dem Abschluss haben Sie 14 Tage Widerrufsrecht.
Zahlt die Versicherung den Neupreis?
Meist nur in den ersten Monaten. Danach erstatten viele Tarife den Zeitwert, der mit jedem Monat sinkt.
Lieber Tarife ansehen?
Wenn Sie sich für eine Versicherung entscheiden: achten Sie auf Neuwert, Selbstbeteiligung und die Diebstahlbedingungen.
Für eine zusätzliche Einschätzung können Sie sich auch bei einer Verbraucherberatung informieren, zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale.