Krankenversicherung

Versicherungspflichtgrenze: Ab welchem Gehalt Sie in die PKV dürfen

Angestellte dürfen erst in die private Krankenversicherung, wenn ihr Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegt – 2026 sind das 77.400 Euro brutto im Jahr. Für 2027 ist ein kräftiger Sprung auf 84.150 Euro geplant. Wer schon privat versichert ist, soll eine niedrigere Bestandsschutz-Grenze bekommen.

  • 2026: 77.400 € (6.450 €/Monat)
  • Geplant 2027: 84.150 €
  • Bestandsschutz 2027: 80.550 €
  • Wechsel zum Jahresende

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Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze

Grenzen in der Krankenversicherung
Grenze 2026 2027 (geplant)
Versicherungspflichtgrenze (allgemein) 77.400 € 84.150 €
Bestandsschutz für PKV-Versicherte (neu, § 6 Abs. 8 SGB V) – 80.550 €
Besondere Grenze für Altfälle 2002 69.750 € 72.900 €
Beitragsbemessungsgrenze KV/PV 69.750 € 76.500 €

2026: BMAS. Werte 2027 laut Kabinettsbeschluss vom 7. Oktober 2026 ( BMAS); die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus ( Drucksache 576/26). Der PKV-Verband erwartet die Entscheidung im November 2026. Die Grenzen steigen 2027 neben der Lohnentwicklung um zusätzlich 300 € im Monat ( Regierungsentwurf).

So funktioniert der Wechsel

  • Ende der Versicherungspflicht: zum Ablauf des Kalenderjahres, in dem Sie die Grenze überschreiten – aber nur, wenn Ihr Gehalt auch über der Grenze des Folgejahres liegt ( § 6 Abs. 4 SGB V).
  • Grenze steigt über Ihr Gehalt: Wer nur durch die Anhebung wieder versicherungspflichtig wird, kann sich binnen drei Monaten befreien lassen; die Befreiung ist unwiderruflich ( § 8 SGB V).
  • Ab 55: Wer mit 55 oder später versicherungspflichtig würde, bleibt in der Regel versicherungsfrei, wenn er in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert war ( § 6 Abs. 3a SGB V).
  • Arbeitgeberzuschuss 2026: höchstens 508,59 € für die Kranken- und 104,63 € für die Pflegeversicherung, zusammen 613,22 € im Monat ( PKV-Verband).

Wenn Sie wieder versicherungspflichtig werden

Wer wegen einer Anhebung der Grenze in die GKV zurück muss und sich nicht befreien lassen will, kann seinen PKV-Tarif mit einer Anwartschaft sichern oder oft ohne neue Gesundheitsprüfung in eine Zusatzversicherung wechseln ( PKV-Verband). Mehr dazu: Anwartschaftsversicherung und Zurück in die GKV.

Quellen

Stand der Recherche: 19. Oktober 2026. Maßgeblich sind Ihre Versicherungsbedingungen. Diese Seite ersetzt keine Rechts- oder Versicherungsberatung.

FAQ

Häufige Fragen zur Versicherungspflichtgrenze

Wie hoch ist die Versicherungspflichtgrenze 2026?

77.400 € brutto im Jahr, also 6.450 € im Monat.

Wie hoch wird sie 2027?

Laut Kabinettsbeschluss vom 7. Oktober 2026 geplant 84.150 €. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Was ist die neue Bestandsschutz-Grenze?

Für Beschäftigte, die am 31.12.2026 bereits privat versichert sind, soll 2027 eine Grenze von 80.550 € gelten.

Wann kann ich in die PKV wechseln?

Zum Ende des Kalenderjahres, in dem Ihr Gehalt die Grenze überschreitet – wenn es auch über der Grenze des Folgejahres liegt.

Was passiert, wenn die Grenze über mein Gehalt steigt?

Dann werden Sie wieder versicherungspflichtig. Sie können sich innerhalb von drei Monaten befreien lassen.

Bleibt die PKV für Sie bezahlbar?

Prüfen Sie Beiträge und Tarifoptionen, bevor sich die Grenzen ändern.

Unabhängige Informationen zur Wahl zwischen GKV und PKV bieten die Verbraucherzentralen, etwa die Verbraucherzentrale Hamburg.