Kfz-Versicherung · Typklassen

Typklassen: So sind beliebte Automodelle eingestuft

Die Versicherer haben die neuen Typklassen veröffentlicht. Für Millionen Autofahrende ändert sich damit die Einstufung ihres Modells. Hier sehen Sie die Typklassen verbreiteter Modelle und was eine Änderung für Ihren Beitrag bedeutet.

  • 7,4 Mio. höher eingestuft (Haftpflicht)
  • 5,1 Mio. niedriger eingestuft

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Übersicht

Typklassen verbreiteter Automodelle

Die Spannen zeigen die Typklassen verbreiteter Varianten je Modell. Ein Klick auf das Modell führt zur Tabelle mit allen gezeigten Motorisierungen und der Veränderung zum Vorjahr.

Typklassen nach Modell
Modell Haftpflicht Teilkasko Vollkasko
VW Golf 11 bis 14 21 bis 26 16 bis 23
VW Polo 13 19 bis 21 16 bis 18
Opel Corsa 15 bis 17 20 bis 21 19
Mercedes C-Klasse 14 bis 23 22 bis 24 20 bis 24
BMW 3er 16 bis 21 24 bis 26 24 bis 26
Skoda Fabia 12 bis 16 12 bis 21 10 bis 17
VW Tiguan 10 bis 13 19 bis 23 16 bis 23
Audi A4 14 bis 20 22 bis 24 19 bis 23
Skoda Octavia 11 bis 13 21 bis 24 18 bis 20
Ford Fiesta 13 bis 17 15 bis 23 12 bis 18
Seat Leon 11 bis 13 21 bis 24 16 bis 21
Hyundai Tucson 19 23 bis 26 20 bis 23
Tesla Model Y 21 23 22
Skoda Rapid 16 bis 19 17 13 bis 15

Typklassen laut Typklassenabfrage der Versicherungswirtschaft (dieversicherer.de), Stand 30.09.2026, abgerufen am 09.10.2026. Spannen über die auf den Modellseiten gezeigten Varianten. Laut GDV werden für 2027 rund 7,4 Millionen Autofahrende in der Kfz-Haftpflicht höher und rund 5,1 Millionen niedriger eingestuft. Die Statistik umfasst rund 33.000 Modelle, ist für Versicherer unverbindlich und gilt ab sofort für Neuverträge, für bestehende Verträge ab dem nächsten Versicherungsjahr.

Kurz erklärt

Drei Typklassen für jedes Auto

Kfz-Haftpflicht

10 bis 25. Richtet sich nach den Schäden, die Fahrerinnen und Fahrer dieses Modells anderen zufügen.

Teilkasko

10 bis 33. Richtet sich unter anderem nach Diebstahl, Glasbruch, Wildunfällen und Unwetterschäden.

Vollkasko

10 bis 34. Berücksichtigt zusätzlich selbst verursachte Schäden am eigenen Fahrzeug.

Je niedriger die Klasse, desto günstiger ist in der Regel der Beitrag. Neben der Typklasse zählen unter anderem Regionalklasse, Schadenfreiheitsklasse und Fahrerkreis.

Den Kfz-Vergleich liefert CHECK24, eingebunden über das Partnerprogramm von Tarifcheck. Beim Laden des Rechners werden technische Daten wie Ihre IP-Adresse an den Anbieter übertragen – mehr in unserer Datenschutzerklärung. Mehr über unser Vergleichsprinzip →

Ranking & Vergleichsgrundlage
Reihenfolge bestimmt
CHECK24. 123tarifvergleich legt die Reihenfolge der Tarife nicht fest und verkauft keine Platzierungen.
Vergleichsgrundlage
Typ- und Regionalklasse fließen automatisch in die Beiträge ein. Der Vergleich bildet nicht den gesamten Markt ab.
Bezahlte Platzierungen
Keine durch 123tarifvergleich.

Was kostet Ihr Auto bei anderen Versicherern?

Rechner: CHECK24 über Tarifcheck

Nicht jeder Versicherer ist in jedem Vergleichsportal vertreten, HUK24 zum Beispiel ist im CHECK24-Vergleich nicht enthalten. So machen Sie die Gegenprobe.

Schritt für Schritt

So prüfen Sie die Typklasse Ihres Autos

Fahrzeugschein nehmen

In der Zulassungsbescheinigung Teil I stehen die HSN in Feld 2.1 und die TSN in Feld 2.2.

Ersten drei Zeichen

Für die Typklasse zählen die ersten drei Zeichen der TSN.

Abfrage starten

Geben Sie beide Nummern in die Typklassenabfrage der Versicherer ein.

Beitrag prüfen

Vergleichen Sie danach, was Ihr Auto bei anderen Versicherern kostet.

Einordnung

Was eine neue Typklasse für Ihren Vertrag bedeutet

▲ Höhere Typklasse

Der Beitrag kann steigen. Erhöht der Versicherer deshalb den Beitrag, haben Sie nach den üblichen Bedingungen ein Sonderkündigungsrecht – in der Regel einen Monat ab Zugang der Mitteilung.

▼ Niedrigere Typklasse

Gut für Sie. Ob Ihr Versicherer die Entlastung weitergibt, sehen Sie in der nächsten Beitragsrechnung.

= Unverändert

Ihr Beitrag kann sich trotzdem ändern – etwa durch eine neue Regionalklasse oder eine Tarifanpassung.

  • Regulär wechseln: Kündigung einen Monat vor Ende des Versicherungsjahres – bei Verträgen, die zum 31. Dezember enden, bis zum 30. November.
  • Reihenfolge: erst vergleichen und neu abschließen, dann fristgerecht kündigen.

Maßgeblich sind Ihr Versicherungsschein und Ihre Versicherungsbedingungen (AKB). Allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung.

FAQ

Häufige Fragen zu den Typklassen

Was ist die Typklasse?

Die Typklasse zeigt, wie hoch Schäden und Kosten bei einem bestimmten Automodell im Vergleich zu anderen Modellen sind. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt sie jedes Jahr aus der Schadenbilanz. Versicherer nutzen sie, um Beiträge zu berechnen.

Wie viele Autofahrende sind von neuen Typklassen betroffen?

Laut GDV werden für 2027 in der Kfz-Haftpflicht rund 7,4 Millionen Autofahrende höher und rund 5,1 Millionen niedriger eingestuft.

Ab wann gilt die neue Typklasse?

Für Neuverträge können Versicherer die neue Typklassenstatistik seit dem 30. September 2026 nutzen. Für bestehende Verträge gilt sie ab dem nächsten Versicherungsjahr – bei den meisten Verträgen ab dem 1. Januar 2027.

Wo finde ich HSN und TSN?

In der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein): die Herstellerschlüsselnummer (HSN) in Feld 2.1, die Typschlüsselnummer (TSN) in Feld 2.2. Für die Typklasse zählen die ersten drei Zeichen der TSN.

Darf ich kündigen, wenn die Typklasse steigt?

Erhöht der Versicherer den Beitrag wegen einer höheren Typklasse, sehen die üblichen Versicherungsbedingungen ein Sonderkündigungsrecht vor – in der Regel innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung. Maßgeblich sind Ihre Versicherungsbedingungen (AKB).

Was ist der Unterschied zur Regionalklasse?

Die Typklasse bewertet Ihr Automodell, die Regionalklasse den Zulassungsbezirk. Beide stellt der GDV jährlich neu fest, und beide können Ihren Beitrag verändern.

Neue Typklasse? Zeit für einen Vergleich.

Prüfen Sie, was andere Versicherer für dasselbe Auto verlangen – Typ- und Regionalklasse fließen automatisch ein.

Für eine zusätzliche Einschätzung können Sie sich auch bei einer Verbraucherberatung informieren, zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale.