Pflegevorsorge: Pflegelücke erkennen und richtig absichern
Ein Pflegeplatz kostet im ersten Jahr im Schnitt 3.364 € Eigenanteil im Monat – zusätzlich zu dem, was die Pflegekasse zahlt. Hier sehen Sie, was auf Sie zukommen kann und welche Vorsorge dazu passt.
- Heim-Eigenanteil: 3.364 €/Monat
- Pflegegeld PG 3: 599 €
- Kinder zahlen erst ab 100.000 €
- Reform: 2027 geplant
123tarifvergleich.de – unabhängiges Vergleichsportal seit 2008
Wie groß wäre Ihre Pflegelücke?
Die Pflegeversicherung ist eine Teilkasko: Sie zahlt feste Beträge, den Rest tragen Sie selbst. Rechnen Sie aus, was im Pflegefall fehlen würde.
Keine persönlichen Daten, nichts wird gespeichert.
Heimkosten: Bundesdurchschnitt im ersten Jahr laut vdek, 14.07.2026. Werte 2026: Pflegewegweiser NRW (Verbraucherzentrale NRW), Stand: Oktober 2026.
Was die Pflegeversicherung 2026 zahlt
| Leistung | PG 1 | PG 2 | PG 3 | PG 4 | PG 5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pflegegeld | – | 347 € | 599 € | 800 € | 990 € |
| Pflegesachleistung | – | 796 € | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| Entlastungsbetrag | 131 € | 131 € | 131 € | 131 € | 131 € |
| Tages-/Nachtpflege | – | 721 € | 1.357 € | 1.685 € | 2.085 € |
| Pflegeheim (Leistungsbetrag) | 131 € | 805 € | 1.319 € | 1.855 € | 2.096 € |
| Entlastungsbudget pro Jahr | – | 3.539 € | 3.539 € | 3.539 € | 3.539 € |
Werte 2026: Pflegewegweiser NRW (Verbraucherzentrale NRW), Stand: Oktober 2026.
Den Vergleich liefert die TARIFCHECK24 GmbH. Beim Laden des Rechners werden technische Daten wie Ihre IP-Adresse an den Anbieter übertragen – mehr in unserer Datenschutzerklärung. Mehr über unser Vergleichsprinzip →
Ranking & Vergleichsgrundlage
- Reihenfolge bestimmt
- Tarifcheck. 123tarifvergleich hat keinen Einfluss auf die Reihenfolge der Ergebnisse oder auf Hervorhebungen im Rechner.
- Unsere Rolle
- Wir erklären zuerst Ihren Bedarf und die gesetzlichen Leistungen. Eine Vergütung bestimmt weder diese Auswahl noch unsere Inhalte.
- Vergleichsgrundlage
- Der Rechner vergleicht Pflegezusatzversicherungen der teilnehmenden Gesellschaften. Er bildet nicht den gesamten Markt ab.
Pflegezusatzversicherung vergleichen
Rechner: TarifcheckDer Rechner vergleicht private Pflegezusatzversicherungen. Sie geben Alter und gewünschte Leistung ein – Gesundheitsfragen beantworten Sie erst im Antrag beim Versicherer.
Alle Pflege-Themen im Überblick
Leistungen, Anträge und Kosten im Detail – jede Seite mit eigenem Rechner.
Vier Wege, die Lücke zu schließen
Pflegetagegeld
Zahlt einen festen Betrag pro Tag, je nach Pflegegrad gestaffelt – frei verwendbar, egal ob zu Hause oder im Heim. Die häufigste Form.
Pflegekostenversicherung
Erstattet nachgewiesene Pflegekosten, die die Pflegekasse nicht übernimmt. Pflege durch Angehörige ist oft schwächer abgesichert.
Pflegerentenversicherung
Lebensversicherung mit Pflegerente. Hohe Beiträge, dafür meist Beitragsfreiheit im Pflegefall und Rückkauf- oder Todesfallleistung.
Pflege-Bahr
Staatlich gefördertes Pflegetagegeld: 5 € Zulage im Monat, keine Gesundheitsprüfung, aber Wartezeit bis fünf Jahre.
Ob Sie überhaupt privat vorsorgen müssen, hängt von Einkommen, Vermögen und Familie ab: Wer im Alter genug Rente und Ersparnisse hat, kann die Lücke selbst tragen. Reicht beides nicht, zahlt das Sozialamt Hilfe zur Pflege – Kinder werden erst ab 100.000 € Jahresbrutto herangezogen.
Für wen eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll ist
- Sie wollen Vermögen schützen: Eigenheim oder Ersparnisse sollen nicht für die Pflege aufgebraucht werden.
- Sie wollen Angehörige entlasten: Ein frei verwendbares Pflegetagegeld kann pflegende Familienmitglieder bezahlen.
- Sie sind noch gesund: Die Gesundheitsfragen werden mit dem Alter zur Hürde – früher Abschluss heißt niedrigere Beiträge.
- Sie haben ohnehin wenig Einkommen: Dann übernimmt im Ernstfall meist das Sozialamt – Beiträge würden Ihr Budget nur belasten.
- Wichtigere Lücken offen: Berufsunfähigkeit und Haftpflicht gehen in jüngeren Jahren vor.
Allgemeine Orientierung, keine Rechts-, Steuer- oder Sozialberatung. Maßgeblich sind Gesetz, Bescheid und Vertragsbedingungen.
Pflegereform 2027: Was geplant ist
Das Bundeskabinett hat am 30. September 2026 den Entwurf eines Pflegeneuordnungsgesetzes beschlossen ( Bundesgesundheitsministerium, 30.09.2026). Geplant ab 1. Januar 2027: höhere Leistungen ab Pflegegrad 2, ein Sozialraumbudget statt des Entlastungsbetrags (ab Pflegegrad 2), ein Überbrückungsbudget für Kurzzeitpflege und Akutsituationen, angepasste Schwellen für die Pflegegrade 1 bis 3 – wer schon einen Pflegegrad hat, behält ihn. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen; die Zahlen können sich ändern.
Weiter zum Thema Pflege
Häufige Fragen zur Pflegevorsorge
Was ist eine Pflegelücke?
Die Differenz zwischen den Kosten der Pflege und dem, was Pflegekasse, Rente und Ersparnisse abdecken. Im Heim liegt der Eigenanteil im Bundesschnitt bei 3.364 € im Monat (erstes Jahr, vdek, 1. Juli 2026).
Ab welchem Alter lohnt sich Pflegevorsorge?
Je früher, desto niedriger der Beitrag und desto leichter die Gesundheitsprüfung. Viele schließen zwischen 30 und 50 ab; danach steigen die Beiträge deutlich.
Pflegetagegeld oder Pflegekostenversicherung?
Das Pflegetagegeld zahlt einen festen Betrag ohne Kostennachweis und eignet sich auch, wenn Angehörige pflegen. Die Kostenversicherung erstattet nur belegte Rechnungen.
Müssen meine Kinder für meine Pflege zahlen?
Erst wenn ihr Bruttojahreseinkommen über 100.000 € liegt. Darunter fordert das Sozialamt nichts von ihnen zurück.
Ändert die Pflegereform 2027 etwas an meiner Vorsorge?
Laut Kabinettsentwurf sollen die Leistungen ab 2027 steigen, die Eigenanteile im Heim bleiben aber hoch. Die Lücke wird kleiner, verschwindet aber nicht.
Pflegelücke schließen, solange Sie gesund sind
Vergleichen Sie Pflegezusatzversicherungen – oder berechnen Sie zuerst Ihre Lücke.
Unabhängige Gegenprobe: Kostenlose, neutrale Informationen zur Pflege bieten Verbraucherzentrale: Gesundheit & Pflege und Pflegewegweiser NRW (Verbraucherzentrale NRW) sowie die Pflegestützpunkte und die Pflegeberatung Ihrer Pflegekasse.